Alte Schleuse Henrichenburg
Jan 12th, 2010 | By admin | Category: Alte Schleuse Henrichenburg
Das Unterhaupt der alten Schachtschleuse im Oktober 2003
Die alte Schachtschleuse Henrichenburg liegt zwischen dem alten Schiffshebewerk und der neuen Schleuse von 1989. Warum alle vier Abstiegsbauwerke in Waltrop nach dem benachbarten Henrichenburg benannt wurden, ist ein wenig rätselhaft, denn Henrichenburg ist ein Stadtteil von Castrop-Rauxel, der rund 2 km südwestlich liegt.
Baubeginn der Schleuse war 1908, 1914 konnte die Schleuse in Betrieb genommen werden. 1899 wurde das alte Schiffshebewerk Henrichenburg als erstes Abstiegsbauwerk zwischen Waltrop und Dortmund dem Verkehr übergeben. Bereits nach wenigen Jahren genügte das Hebewerk nicht mehr, den ständig wachsenden Verkehr auf dem Dortmund-Ems-Kanal und dem neu gebauten Rhein-Herne-Kanal von und nach Dortmund zu bewältigen.
1914 wurde die Schachtschleuse mit fünf Sparbecken fast gleichzeitig mit dem Rhein-Herne-Kanal fertig gestellt. Die Länge der Schleusenkammer betrug 95 Meter, die Breite 10 Meter und die Abladetiefe der Schiffe 2,50 Meter. Die Schleuse ermöglichte nun auch Schleppverbänden schneller das Oberwasser zu erreichen, denn in den Trog des alten Hebewerks paßten nur Schiffe bis ca. 67 Meter Länge. Verbände mußten geteilt werden, d.h. der Schlepper bugsierte erst einen oder zwei Lastkähne in die Schleuse, zog sie im Ober- oder Unterwasser der Schleuse wieder heraus, danach mußte der Schlepper erneut geschleust werden, um den Rest des Verbands zu holen.

Vor der alten Schleuse sind Anleger für Fahrgastschiffe und an der Seite zur Provinzialstraße Liegeplätze für Sportboote.


Oberhaupt und Oberwasser vor der alten Schachtschleuse. Die Schleusenkammer ist schon seit Jahren trocken gelegt. Links ist die Zufahrt um alten Schiffshebewerk.

Alte Schleuse in Henrichenburg Ansicht am Unterwasser. Bis in die 1980er Jahre war die Schleuse noch mit Wasser gefüllt. Begehbar ist sie erst seit einigen Jahren.

Wie an allen öffentlichen Bauwerken von größerer Bedeutung aus dieser Zeit, thront auch über der ehemaligen Einfahrt in die alte Schachtschleuse ein Kopf eines Monarchen.

Die Oberwasserseite der alten Schleuse.





