Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Jan 12th, 2010 | By admin | Category: Schiffshebewerke
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altes hebewerk 041003 212 Altes Schiffshebewerk Henrichenburg

Das Alte Schiffshebewek Henrichenburg ist stillgelegt und heute ein Museum.

Informationen zum Museum und den Museumsschiffen finden Sie hier

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Die markanten Türmes des Schiffshebewerks am Oberwasser.

Das Alte Hebewerk wurde 1899 dem Verkehr übergeben, es überbrückte einen Höhenunterschied von 14 Metern. Der Bau war nötig geworden, um den Dortmunder Hafen an den Dortmund-Ems-Kanal und die damals geplanten oder bereits im Bau befindlichen Kanäle im Ruhrgebiet anzubinden.

Der Trog des Hebewerks ist 68 Meter lang, 8,6 Meter breit, 2,50 Meter tief. Dies reichte für die zur Bauzeit üblichen Lastkähne und Selbstfahrer aus. Ende der 1950er Jahre war das Hebewerk veraltet und wurde durch das Neue Schiffshebewerk ersetzt. Nach der Eröffnung des neuen Hebewerks wurde das alte Hebewerk 1962 stillgelegt.

Mit dem Trog konnten Schiffe bis 750 Tonnen Tragfähigkeit und ca. 600 Tonnen Gewicht gehoben und gesenkt werden. Der Mechanismus funktioniert nach dem Auftriebsprinzip und somit genügte für den Antrieb ein relativ kleiner Elektromotor. Für den Auftrieb sorgten fünf Schwimmer in ca. 33 Meter tiefen Schächten. Neben den Schwimmern stehen heute Modelle, die das Funktionsprinzip veranschaulichen.

Zur Regulierung und für ein gleichmäßiges Anheben und Absenken des Trogs wurden unter den Trog vier gewaltige, senkrecht stehende Spindeln gebaut. Der Antrieb der Spindeln erfolgte über den 150 PS starken Elektromotor.

Den Auftrieb erzeugten die Schwimmer und Hohlkörper aus Stahl. Die Auftriebskraft war groß genug ca. 3100 Tonnen zu heben, die dem Gewicht von Trog, Schiff und Wasser im Trog entsprechen.

Das Anheben oder Absenken des Trogs dauerte nur etwa 25 Minuten. Damit war der Hebevorgang erheblich schneller als bei Schleusen, die es zur Bauzeit des Hebewerks gab und die eine vergleichbare Höhe überbrückten.

Ausschlaggebend für den Bau eines Schiffshebewerks an dieser Stelle war jedoch nicht die Zeitersparnis. Zuerst war der Bau einer Schleuse geplant. Eine Schleuse hätte jedoch erhebliche Probleme für die Wasserhaltung im Kanal zwischen dem Hebewerk und Dortmund bereitet, weil bei jeder Talschleusung große Wassermengen in die untere Halterung gelaufen wären. Ein Ausgleich in der oberen Halterung schien damals nicht möglich, denn es gab keinen natürlichen und künstlichen Zufluß, mit dem man den Wasserverlust ausgleichen konnte.

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Tags: Dortmund-Ems-Kanaal, Dortmund-Ems-Kanal, Hebewerk, Henrichenburg, Scheepslift, Schiffshebewerk, Schipslift

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