Brücke der Solidarität in Rheinhausen
Jan 10th, 2010 | By admin | Category: Brücken am Rhein
Die Brücke der Solidarität verbindet die Duisburger Stadtteile Rheinhausen und Hochfeld. Die Spannweite des Bogens beträgt 255,91 Meter, die Pfeilerhöhe 35,5 Meter, die Träger sind genietet.
Die alte Brücke zwischen Rheinhausen und Hochfeld wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1949/50 wieder aufgebaut. Andere Quellen nennen 1945 als Baubeginn, dabei dürfte es sich jedoch um die ersten Aufräumarbeiten nach der Zerstörung gehandelt haben. 1950 war diese Straßenbrücke noch die größte stählerne Bogenbrücke in Europa und Asien. Rund 255 Meter überspannt sie den Rhein. 3850 Tonnen Stahl wurden hier verbaut. Die Hersteller waren die Spezialisten aus Duisburg: Stahlbau Rheinhausen und die Demag AG Duisburg.
Ihren heutigen Namen erhielt die Brücke 1987/88. Am 10. Dezember 1987 besetzten Krupp Arbeiter, die gegen die Schließung von Stahlwerken und Rationalisierungen in der Stahlindustrie demonstrierten die Brücke. Bis 1988 kam es zu vielen weiteren Demosntrationen am Niederrhein und im Ruhrgebiet. Geblieben ist von der Aktion ein schöner Name für eine Brücke – Brücke der Solidarität. Mit der damals vielbeschworenen Solidarität war es bald aus, am Ende der Protestaktionen sagten Politiker und gewerkschaftsfunktionäre Ja und Amen zu den Plänen der Stahlindustrie. Infolgedessen wurde auch das Krupp Werk Rheinhausen stillgelegt.

Die Auffahrrampe am linken Rheinufer.
Die alte Brücke an dieser Stelle trug den Namen Admiral-Graf-Spee-Brücke. Sie wurde ab Januar 1934 gebaut. Brückeneröffnungen waren während des Nationalsozialismus gute Gelegenheiten für Propaganda und so übergab Propagandaminister Joseph Goebbels am 22. Mai 1936 die Brücke dem Verkehr. Am am 4. März 1945 wurde die Brücke ebenso wie die benachbarte Eisenbahnbrücke von der Deutschen Wehrmacht gesprengt. Womit die deutschen Truppen einen Schaden anrichteten, der nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor allem der deutschen Bevölkerung selbst schadete. Denn der Verkehr auf dem Rhein war durch die Brückensprengungen am Niederrhein jahrelang behindert. Und damit auch die Versorgung der deutschen Bevölkerung in den ersten Nachkriegsjahren. In den letzten Kriegswochen wurden auch die nördlich gelegenen Brücken – Admiral-Scheer-Brücke (Neubau: Friedrich-Ebert Brücke) und die Haus-Knipp-Eisenbahnbrücke gesprengt.






